Ich bin Hanna Juli Rix, geboren und aufgewachsen an der holsteinischen Ostseeküste. Geprägt von böigem Wind und salziger Luft bin ich viel in Übersee unterwegs und erforsche ständig neue Wege, meine beruflichen Qualifikationen als Innenarchitektin, Designerin und Tischlermeisterin auf künstlerische und nachhaltige Art umzusetzen.

Defragmentiertes Material, transformierter Raum

Meine künstlerischen Konzepte setze ich mit vielfältigen Medien um, vor allem mit räumlicher Installation. Ich übersetze Eigenschaften von Menschen, Gemeinschaften und Orten auf innovativ kombinierte Materialien. Das geschieht über Prozesse der Defragmentation und Transformation; ich ziehe Gegenständliches aus traditionellen Kontexten heraus und setze es in neue Zusammenhänge.

Dabei geht es mir im Kern um die Kommunikation der Hände mit jeglichem Material: Wie will ein Werkstoff behandelt werden? Mit einem Sinn für Sinn für das räumliche Zusammenspiel von Formen und Farben, einer ausgeprägten Lust an manuellen Kreativprozessen und fundiertem handwerklichen Wissen hauche ich unbelebten Dingen Leben ein. Meine Experimentierfreude und ein unorthodoxer Umgang mit Materialien und Gebrauchszuordnungen sind die Basis meiner Konzepte.

Upcycling, künstlerisch und kollektiv gedacht

Meine Arbeitsphilosophie ist es, dem Material Respekt zu zollen und keine Ressourcen zu verschwenden. Mit Upcycling, also der Wiederverwendung von ausrangierten Gegenständen, erziele ich nachhaltige Aufwertungen alten Materials, immer vervollständigt durch eine künstlerische und konzeptuelle Ebene. Mit meinen Arbeiten ziele ich auf eine innere Kohärenz und Geschlossenheit, die nach außen völlig offen und frei ist. So haben sie sehr oft auch ein partizipatives Element und beziehen das Publikum ein. Auf die Umgebung nehme ich immer individuellen Bezug.

Ich sehe mich als gestalterische Alchemistin, die einzelne Elemente identifiziert und zerlegt, neu kombiniert und mehrschichtig erweitert. Ein nie versiegender Strom der Fantasie fließt in diese Ideenmischungen mit ein. Meine Kunst lädt zu Interaktion und kollektiver Erkundung ein. Sie soll die Sinne anregen, Kraft und Energie erzeugen, Freude machen und kurzweilig sein.

 

Als Innenarchitektin, Designerin und Tischlermeisterin lebe und arbeite ich derzeit zwischen Deutschland, Portugal und Brasilien.

Ein unkonventioneller und internationaler Werdegang

Nach dem Abitur Ende der 90er Jahre verbrachte ich mehrere Monate in Seattle, um mein Englisch zu optimieren und Glasblasen zu lernen. Anschließend begann ich in Hamburg meine Ausbildung in Tischlerei und Möbelbau. Mit einigen Jahren Berufspraxis ging ich für ein halbes Jahr nach Mexiko, wo ich mich mit mittelamerikanischer Architektur beschäftigte, viel malte und Geschichten schrieb. Dann begann ich meinen Diplomstudiengang Innenarchitektur an der Fachhochschule Detmold in Ostwestfalen. Während des Studiums ging ich wieder ins Ausland – dieses Mal für ein Studienjahr an der Universidade Federal de Minas Gerais in Belo Horizonte, Brasilien.

Visuelle Gestaltung für musikalische Happenings

Mit dem Diplom in der Tasche zog ich nach Berlin, um meine verschiedenen künstlerischen und handwerklichen Fertigkeiten nach meinem Geschmack einsetzen zu können. Bald schon war ich kreative Produktionsleitung des Nachtclubs und Restaurants Bar 25. Ich habe mir sagen lassen, dass meine Arbeit mit Requisiten, Objektdesign und Raumgestaltung – wie zum Beispiel eine Sauna auf Rädern und eine Theaterbühne in Form eines Fernsehbildschirms der 50er Jahre – einen wahrnehmbaren Einfluss auf das Gesicht der Bar 25 hatte. Drei Jahre lang arbeitete ich auch als Projektmanagerin, Kreativdirektorin und Locationtechnikerin beim Kater Holzig, einem weiteren Projekt der Bar 25 Crew.

Seit Beginn meiner beruflichen Tätigkeit mache ich künstlerische Installationen und Bühnensets auf Musikfestivals in der ganzen Welt, von Deutschland, Polen und den Niederlanden bis nach Australien und Neuseeland, darunter Fusion, Am Ende der Wald, Nation of Gondwana, Shoeless, Garbicz, Subsonic, Let Them Eat Cake und Rainbow Serpent, um nur einige Beispiele zu nennen.

 

at.tension Festival / Kulturkosmos

Mecklenburg-Vorpommern (DE)

► Dekoration Theaterfestival, 2011

 

Bar 25

Berlin (DE)

► Bühnenbau Johburg für adidas, 2009

 

Eclipse Festival

Queensland (AU)

► Bühne Sky Stage, 2012

 

Ecosphäre / Wir bauen Zukunft

Nieklitz (DE)

► Partizipative Performance Lummerland, 2017

 

Fusion Festival

Mecklenburg-Vorpommern (DE)

► Musikbühne Bar 25, 2009
► Eventdekoration Bachstelzen, 2011
► Musikbühne Bachstelzen, 2010
► Musikbühne Bachstelzen, 2012
► Musikbühne Tanzwiese (Rotzige Beats), 2013

 

Garbicz Festival

Garbicz (PL)

► Bühneninstallation, 2013
► Installation, 2014

 

Kater Blau

Berlin (DE)

► Graphische Collage, 2014

Lapinha da Serra Kindergarten

Minas Gerais (BR)

► Grafische Arbeit, 2016

 

Let Them Eat Cake Festival

Melbourne (AU)

► Musikbühne, 2014

 

Privatmusiker

Berlin (DE)

► Phonomöbel-Objekt, 2017

 

Rainbow Serpent Festival

Victoria (AU)

► Bühnenbau Marketstage, 2014

 

Shoeless Festival

Amsterdam (NL)

► Happening, 2013

 

Subsonic Music Festival

New South Wales (AU)

► Installation, 2010
► Musikbühne (Art Direction), 2011
► Bühneninstallation, 2012
► Installation, 2013

 

The Lovers

Berlin (DE)

► Installation, 2012

 

PORTFOLIO

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Sweet Childhood | Matrix

In der Erinnerungsmatrix wird das Konzept der ersten Serie auf die Spitze getrieben. Durch gewollten Ganzkörperkontakt wird es dem Benutzer möglich, mit allen Sinnen buchstäblich in wohliger Erinnerung an die Kindheit zu „versinken“. Die Matrix ist durch ihren partizipativen Charakter ein regelrechter Glückseligkeitsgenerator. Sie wurde auf dem Subsonic Festival für Musik, Kunst...
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Link62

Gemeinsamkeit und Unterschiede, Zusammenhalt und Individualität, Koexistenz und Vielfalt. Um ein Statement zu dieser Thematik zu schaffen, bat die Künstlerin in einem Aufruf Menschen unterschiedlichster Herkunft und Ethnie um eine Kleiderspende. Diese persönlich getragenen Strickwaren wurden fragmentiert in einer geometrisch gleichartigen und sich wiederholenden Matrix zusammengesetzt und als 20qm großes Wandkleid ausgestellt....
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Pods

Als ironische Brechung des ausschweifenden, dadaistischen Stils australischer Neujahrsfeiern zielte die Künstlerin bei der Konzeption einer Bühne für das Musikfestival Let Them Eat Cake auf ein jungfräulich untadeliges, niedlich-bürgerliches Ambiente ab und schuf so einen reinen und unschuldigen Kontrastort inmitten des grellen Wahnsinns. Zwei sich gegenüberstehende, ganz in Weiß gehaltene...
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Sweet Childhood

Die Künstlerin bat in einem Aufruf darum, vergessene Stofftiere vom Dachboden zu holen, um sie in Portschlüssel der Kindheit verwandeln zu dürfen.  Die entstandenen Objekte bündeln enorm viele Erlebnisenergien und rufen so eine regelrechte Kindheitserinnerungsflut hervor. Dadurch, dass diverse Stofftiere fragmentartig angedeutet werden, soll das Gedächtnis motiviert werden, (verlorene) Geschichten aus...
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Hommage an die See

Anlässlich des Shoeless Festivals sollte in einer Offspace-Location ein Knotenpunkt des geselligen Zusammentreffens und Interagierens geschaffen werden. Um direkt eine gewisse Vertrautheit mit den Besuchern des Festivals zu schaffen, wurde hier die heimische Maritimkultur aufgegriffen, um ein temporäres, raumbildendes Element zu schaffen. Es sollte die Besucher dazu animieren, zu verweilen,...
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Witchcraft

Witchcraft ist eine graphische Collagenarbeit in einem Berliner Nachtclub. Dort entstanden auf Ebenen sowie gewölbten Flächen ornamentelle Elemente die, nur in erdigen, gedeckten Farben gehalten, dem ansonsten sehr unprätentiösen Raum Tiefe und Spannung verleihen. Raumverhältnisse lösen sich auf, werden kaschiert und neu interpretiert. Im für einen Nachtclub typischen Schummerlicht entstand ein...
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Communicate!

Das Projektthema kreist um die persönliche Beobachtung der Isolation von Individuen in großen Menschenansammlungen oder Städten und die dort akkumulierende Tendenz der Abschottung Fremden gegenüber. Konzipiert wurde daher ein Sitzkreis aus Stühlen unterschiedlichster Typen, der darauf abzielte, die verschiedensten Individuen zum Sitzen zu animieren und durch seine Hufeisenform und die...
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Portal to the 6th Dimension

Hier wurde das Eingangstor eines nach Waldorf-Prinzipien aufgebauten Kindergartens entworfen und farblich gestaltet.  Die Farbgebung korreliert mit der Anordnung der Farben der Energiezentren des menschlichen Körpers sowie den Farben des Regenbogens. Bewusst wurde auf reines Schwarz in der Darstellung verzichtet, da dies laut Rudolf Steiner auf Kleinkinder einen negativen Einfluss...
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Enchanted Canopy

Es wurde ein visueller Rahmen für auditive Darbietungen geschaffen, der dem Publikum eine Vielfalt an Möglichkeiten bot, in eine Phantasiewelt abzutauchen. Tags erinnerte die Installation an das Blätterdach eines Waldes und nachts, dank der integrierten Lichtinstallation, an ein pflanzliches Unterwasserszenario. In detailverliebter Kleinarbeit wurde ein optisch und haptisch ansprechendes, fein abgestimmtes,...
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